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Ein Mann steht im Eis, direkt vor ihm Kaiserpinguine. Foto: MFA/dpa
Filmstart

Unter Kaisern

„Die Reise der Pinguine“ lockte 2005 allein in Deutschland rund eineinhalb Millionen Zuschauer in die Kinos. Nun ist der Biologe und Regisseur Luc Jacquet erneut in die antarktische Eiswüste gereist. Diesmal will er wissen, warum er von dem weißen Kontinent nicht loskommt.
Foto: MFA/dpa

Paris (dpa) – 1992 zog es ihn das erste Mal in die antarktische Eiswüste des Südpols, um das Verhalten der Kaiserpinguine zu studieren. Seitdem ist Luc Jacquet immer wieder in das extreme Gebiet gereist, über das er zahlreiche Dokumentarfilme gedreht hat. Darunter „Die Reise der Pinguine“, sein im Jahr 2006 Oscar-gekrönter Welterfolg. Mit 56 Jahren hat es ihn erneut dorthin getrieben. Dieses Mal will Jacquet wissen, warum ihn der Kontinent nicht loslässt. „Rückkehr zum Land der Pinguine“ ist für Jacquet ein „Liebesbrief an die weiße Wüste“. Wie er in dem Film sagt, sei die Antarktis ein Ort der Sehnsucht, der eine magnetische Anziehungskraft auf ihn ausübe.

Majestäten unter sich: Szene aus dem Film „Rückkehr zum Land der Pinguine“. Der Film kommt am 15. Februar in die deutschen Kinos.
Majestäten unter sich: Szene aus dem Film „Rückkehr zum Land der Pinguine“. Der Film kommt am 15. Februar in die deutschen Kinos.Foto: MFA/dpa

In dem Film versucht der studierte Ökologe und Tierbiologe das Unerklärliche zu erklären, nämlich das, was ihn seit über 30 Jahren antreibt, zu dem einsamsten, kältesten und windigsten Kontinent unseres Planeten zu reisen. Fasziniert von den grandiosen Landschaften, die mit Drohnen in kontrastreichem Schwarz-Weiß gefilmt wurden, beschreibt er aus dem Off seine Erinnerungen, Reflexionen, Gefühle. Er zeigt die Nostalgie des Reisenden, der nie aufhört, in die Antarktis zurückzukehren, um den Kaiserpinguin wiederzusehen. Das Tier, das ihn 2005 bekannt gemacht hat.

Ökologisches Manifest und Reisetagebuch

Die Bilder der weißen Wüste aus Eis und der dortigen Tiervielfalt sind beeindruckend. Das dumpfe Reiben und Krachen kollidierender Eisberge, die Rufe der Blauwale, der schrille Liebesgesang der Seeleoparden: Jacquet lässt die Natur atmen. Doch der Film blickt auch auf das Unschöne. Die Reise beginnt in Patagonien, am südlichen Ende der Anden. Sie offenbaren den schädlichen Einfluss des Menschen auf die Natur. Wo einst ein Wald stand, ist das Land heute trocken und dezimiert. Der Larsen-Gletscher, der sich einst kilometerweit erstreckte, ist praktisch verschwunden. Jacquet hat eine Mischung aus ökologischem Manifest und Reisetagebuch gedreht, in dem er mit starker Zeitlupe, Unschärfe- und Soundeffekten spielt. Eine Personalisierung, die er bewusst gewählt habe, weil er sich nicht hinter der neutralen Form des Dokumentarfilms verstecken wollte, wie er erklärte.

Ein Mann steht im Eis, direkt vor ihm Kaiserpinguine.
Sehnsuchtsort Südpol: In seinem neuen Film „Rückkehr zum Land der Pinguine“ ergründet Biologe und Regisseur Luc Jacquet, warum die Antarktis ihn nicht loslässt. Der Film kommt am 15. Februar in die deutschen Kinos.Foto: MFA/dpa

Weitere Infos

Rückkehr zum Land der Pinguine, Frankreich, 2023, 83 Min., FSK o.A., von Luc Jacquet, mit Luc Jacquet, Ronald Zehrfeld (Sprecher). Filmstart: 15. Februar 2024.

Link zur Filmseite: Rückkehr zum Land der Pinguine

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