Keine Brille steht in dieser Saison allein. Hinter jedem Modell steckt eine – Achtung, Buzzword – Haltung: zu Handwerk, Erbe oder schlicht dazu, wer man sein möchte, wenn die Sonne scheint.
Etro übersetzt seine handwerkliche Identität in markante Formen, edle Materialien und eine unverkennbar italienische Farbpalette. Die Sonnenbrille 0141/G/S zelebriert das ikonische Markenzeichen Arnica Textil des Mailänder Modehauses. Die leicht eckige Form aus Acetat wird von Bügeln gehalten, bei denen das Arnika-Motiv zart gepolstert ist. In Schwarz mit burgunderroten Arnica-Bügeln und grau getönten Gläsern oder burgunderrot mit burgunderroten Arnica-Bügeln und braun getönten Gläsern. Um 290 Euro.Foto: Dario Catellani / Etro
Sonnenbrille Iconic Aviator #1 Ladies Capsule von Porsche Design. Die Neuinterpretation der legendären P’8478 verbindet die klassische Aviator-Form mit einem präzisen Wechselglasmechanismus: Zwei Gläserpaare ermöglichen unterschiedliche Lichtstimmungen. Der Rahmen aus ultraleichtem Titan (ca. 40 g) beherbergt tropfenförmige Base-6-Gläser aus widerstandsfähigem Polycarbonat. Modell P’8478, in mehreren Farbvarianten erhältlich. Um 450 Euro.Foto: Porsche Design
Robert Lewandowski trägt die Sonnenbrille 1893/S von Boss Eyewear. Gestell aus aus Acetate Renew, mit metallener Plakette unter einer Lackschicht und schwarzen Gläsern. Um 230 Euro.Foto: Luca Campri / Boss
Sonnenbrille A19S von Prada. Vollrandfassung aus schwarzem Propionat mit breiten Bügeln, dunkelgrauen Gläsern und hoher Brückenpassform. Gesehen bei Mister Spex, um 400 Euro.Foto: Mister Spex / Prada
Carrera Sonnenbrille CA 381/S. Runde Metallfassung mit Doppelsteg, erhältlich in verschiedenen Gestell- und Gläservarianten. Um 200 Euro.Foto: Carrera
Oversize-Sonnenbrille aus Acetate Renew mit weich facettierter Front und verlaufend getönten Gläsern; Teil der Double-B-Linie mit integriertem Scharnierdetail. Getragen von Sacha Quenby. Boss Eyewear 1938/G/S, um 230 Euro.
xFoto: Christian Ferretti / Boss
Cartier setzt auf den Dialog zwischen Schmuck- und Uhrmachertradition und zeitgenössischer Brillenkonstruktion. Randlose „Sonnenbrille Décor C Allongé de Cartier“ mit Bügeln aus grauem und blauem Holz, glattes Platin-Finish, Gläser mit blauem Verlauf. Um 2.300 Euro.Foto: Cartier
Sonnenbrille „Clash de Cartier“: Picots und Clous Carrés – die charakteristischen Designelemente der Clash-de-Cartier-Linie markieren diese neue Brillenkollektion von Cartier. Aus Metall, eingefasst, glattes Gold-Finish, ovale Form, Gläser mit goldenem Spiegeleffekt. Um 1.350 Euro.Foto: Cartier
Randlose Red Carpet Sonnenbrille Rahmen in Roségold, großflächige verspiegelte Rauchgläser mit Farbverlauf und verziert mit Zirkonia. Von Chopard Eyewear. Preis auf Anfrage.Foto: Chopard
Classic Racing Sonnenbrille, in Roségold glänzendes Metallgestell, Rauchgläser mit halbem Holzrahmen. Von Chopard Eyewear, Preis auf Anfrage.Foto: Chopard
Wes Gordons neueste Laufstegkollektion für Carolina Herrera lieferte den Rahmen für eine Brillenpräsentation, die zwischen Haute-Couture-Ästhetik und spielerischer Leichtigkeit pendelt. Die Cat-Eye-Sonnenbrillen HER 0374/S von Carolina Herrera Eyewear werden akzentuiert durch rautenförmige Bügel mit Colorblock-Einsätzen, hier in Schwarz/Weiß sowie Pink/Rot. Erhältlich mit dunkelgrau oder braun getönten Gläsern. Um 200 Euro.Foto: Txema Yeste und Aran Martinez Solana / Carolina Herrera
Sonnenbrille BV1012S von Bottega Veneta. Geometrische Caravan-Form mit quadratischer Vollrandfassung aus goldfarbenem Metall und markantem Doppelsteg. Erhältlich in verschiedenen Metallgestellen und Gläserfarben. Gesehen bei Mister Spex, um 220 Euro.Foto: Mister Spex / Bottega Veneta
Carrera, Sonnenbrille „Flaglab“ 19. Monoscheiben-Design mit breitem Rahmen und farbig verspiegelten Gläsern. In verschiedenen Ausführungen erhältlich. Um 200 Euro. Foto: Carrera
Orlando Bloom trägt die Sonnenbrille Targa #1 von Porsche Design. Das Shield-Modell mit Doppelsteg und umlaufender Titanfront interpretiert den Überrollbügel des 911 Targa als konstruktives Element der Fassung. Die vollständig eingefasste Front schützt das Glas auch in abgelegtem Zustand, während die ultraleichte Titanstruktur (ca. 40 g) hohen Tragekomfort verspricht. Sogenannte Vision-Drive-Gläser sollen für kontrastreiche, unverfälschte Sicht sorgen. Modell P’86007, erhältlich in mehreren Farbvarianten. Um 510 Euro.
Foto: Porsche Design
Sonnenbrille HER 0370/S von Carolina Herrera. Ovales Acetatgestell mit Monogramm-Bügeleinsätzen, die von der Make-up-Linie von Carolina Herrera inspiriert sind.. Um 220 Euro.Foto: Txema Yeste und Aran Martinez Solana / Carolina Herrera
Dass auch Brillen immer stärker über vertraute Gesichter erzählt werden, zeigt sich diese Saison wieder einmal deutlich. Lacoste holt Adrien Brody zurück: 14 Jahre nach der gemeinsamen Kampagne „Unconventional Chic" von 2012 wird der zweifache Oscar-Preisträger nun „globaler Ambassador” der Eyewear-Linie. Geometrische Sonnenbrille mit flacher Front und markanten Bügeln von Lacoste, getragen von Adrien Brody. Aus spritzgegossenem Bio-Harz (Bio-Injected). Lacoste Eyewear L6062S. um 190 Euro.
Foto: Lacoste
Smarter Move von Marc Jacobs: Seine Leute sind einfach zum Coachella-Festival nach Palm Springs gefahren und haben zum Sonnenbrillentest eingeladen. Adriana Lima und die L.A.-Starköchin Chef K tragen schmale, kantige Metall-Sonnenbrillen mit dunklen Gläsern aus der Linie „The Triangle“. Marc Jacobs Eyewear, je um 205 Euro.Foto: Marc Jacobs
Eberechi Eze vom FC Arsenal trägt eine kantige Sonnenbrille mit voluminöser Front und dunkel getönten Gläsern aus Acetate Renew. Von Boss Eyewear, Modell 1894/S, um 175 Euro.Foto: Luca Campri / Boss
Schauspielerin und Model Marta Pozzan beim Coachella-Event von Marc Jacobs in Palm Springs. Sie trägt die Sonnenbrille MARC 886/S „The Daisy“ aus Acetat in schwarzer Ausführung mit rauchgrauen Gläsern; skulpturale Blütenform, bewusst verspielt und als markantes Statement gedacht. Marc Jacobs Eyewear, um 249 Euro.
Foto: Marc Jacobs
Bei TAG Heuer hat Patrick Dempsey 2025 die Ambassador-Rolle übernommen: Schauspieler, Rennfahrer, Le-Mans-Finisher. Eine visuelle Klammer zwischen Le Mans 1971 und heute, zwischen Motorsport-Erbe und Präzisionsoptik. Patrick Dempsey trägt die „Tag Heuer Jack Heuer“ als Hommage an den Gründer der Uhrenmarke. Das vollständig in Japan hergestellte, halbmatte Titangestell verspricht Langlebigkeit bei außerordentlich leichtem Gewicht. Die verstellbaren, mit Kautschuk überzogenen Nasenpads bestehen wie die Gläser aus sogenanntem Bio-Nylon. Preis um 700 Euro.Foto: Christian Ferretti / Boss
Orlando Bloom, diesmal mit der Sonnenbrille Targa #3 von Porsche Design. Das Aviator-inspirierte Modell aus ultraleichtem Titan (ca. 40 g) überträgt das konstruktive Prinzip des Überrollbügels des Porsche 911 Targa in eine sogenannte Shield-Protect-Struktur, bei der die Gläser auch in abgelegtem Zustand geschützt bleiben. Doppelsteg, präzise gefräste Metallteile und Vision-Drive- Gläser versprechen Tragekomfort in jeder Lebenslage. Modell P’8996, in mehreren Farbvarianten erhältlich. Um 495 Euro.Foto: Porsche Design
Cateye-Sonnenbrillen HER 0365/S aus Bio-Acetat mit markanten Bügeln und achteckigem Chunky-Rahmen von Carolina Herrera Eyewear. Erhältlich in Schwarz-Pink-„Havanna” marmoriert mit dunkelgrau getönten Gläsern, Nude mit braun getönten Gläsern, in Braun-Lila-Nude mit braun getönten Gläsern und in Schwarz-Elfenbein-Havanna mit braun getönten Gläsern. Um 250 Euro.Foto: Txema Yeste und Aran Martinez Solana / Carolina Herrera
Sonnenbrille „Sabrina“ von Tom Ford. Flächige, quadratische Vollrandfassung aus schwarzem Kunststoff und Gläser mit grau-gelbem Farbverlauf; Tom-Ford-Signature-T an den Bügeln. Die großzügige Front ist auf hohen Blendschutz ausgelegt. Gesehen bei Mister Spex, um 215 Euro.Foto: Mister Spex / Tom Ford
Schauspielerin Akira Akbar beim Coachella-Event von Marc Jacobs in Palm Springs. Sie trägt eine schmale, kantige Metall-Sonnenbrille aus der Linie „The Triangle“ in schwarzer Ausführung mit dunklen Gläsern; reduzierte Form, präzise Konstruktion. Marc Jacobs Eyewear, um 205 Euro.Foto: Marc Jacobs
David Beckham wählt für seine Eyewear Miami als Kulisse: Poolglanz, Palmenschatten, britische Nonchalance. Im Mittelpunkt stehen zwei bewährte Modelle, die die Marken-DNA tragen – darunter der sogenannte Talisman, ein Bügeldetail in Vogelflügelform, das jede Kollektion seit der Gründung begleitet. Sonnenbrille mit Metallgestell und doppelter Brücke von David Beckham Eyewear. Um 250 Euro.Foto: Dan Jackson / Eyewear by David Beckham
Materialentwicklung
Auch bei den Materialien verschiebt sich derzeit etwas, wenn auch leise. Klassisches Acetat bleibt Standard, wird aber zunehmend durch Varianten ergänzt, die stärker auf pflanzlichen Rohstoffen basieren. Bio-Acetat etwa wird aus Holz- oder Baumwollfasern sowie pflanzenbasierten Weichmachern hergestellt und kann unter bestimmten industriellen Bedingungen biologisch abgebaut werden.
Ähnlich gelagert ist bio-basiertes Nylon, das aus Rizinusöl gewonnen wird und fossile Rohstoffe teilweise ersetzt, ohne die mechanischen Eigenschaften zu verändern.
Parallel dazu kommen neue Kunststoffe und Verfahren hinzu: injizierte Harze und Copolyester mit recycelten Anteilen, bio-basierte Polyamide oder 3D-gedruckte Materialien, die aus pflanzlichen Quellen stammen und vor allem den Verschnitt in der Produktion reduzieren.
Auffällig ist dabei weniger ein einzelnes „besseres“ Material als eine Entwicklung im Detail: geringerer Einsatz fossiler Bestandteile, mehr Recyclinganteile, effizientere Fertigung.