Sonntag, 22. März 2026
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Zwei Zapfsäulen unter einem schlichten Tankstellendach in einer weiten, kargen Landschaft mit Bergen im Hintergrund, keine Menschen, klare Sicht Foto: Unsplash
Frage der Woche

Wie muss ich fahren, um eine Spritpreiserhöhung von 25 Cent auszugleichen?

Tanken ist teurer geworden. Doch wie viel lässt sich durch das eigene Fahrverhalten auffangen? Wir haben es ausgerechnet.
Foto: Unsplash

Sprit sparen durch langsamer fahren: Der Preis für den Liter Super E10 ist im März 2026 innerhalb weniger Wochen um rund 25 Cent gestiegen. Für viele Autofahrer ist das schmerzlich spürbar, an der Zapfsäule und im Alltag.

Entscheidend ist jedoch nicht nur der Preis, sondern der Verbrauch. Um einen Preisanstieg in dieser Größenordnung auszugleichen, reicht es rechnerisch, den eigenen Verbrauch um gut zwölf Prozent zu senken.

Das ist weniger, als es klingt. Bereits eine moderate Temporeduktion kann diesen Effekt erreichen. Wer statt 120 km/h etwa 100 km/h fährt, spart im Schnitt rund 15 Prozent Kraftstoff, je nach Fahrzeug und Fahrweise. Der Preisanstieg wäre damit ausgeglichen.

Sprit sparen durch langsamer fahren: Wie groß ist der Effekt?

Bei höheren Geschwindigkeiten wird der Effekt deutlicher. Der Luftwiderstand steigt überproportional, der Verbrauch ebenso. Wer auf der Autobahn statt 130 km/h nur noch 100 km/h fährt, kann den Verbrauch um mehr als 20 Prozent senken – und damit die gestiegenen Preise nicht nur ausgleichen, sondern sogar überkompensieren.

Für ein Fahrzeug mit 6 bis 8 Litern Verbrauch bedeutet das: Die Mehrkosten durch den höheren Spritpreis lassen sich allein durch angepasstes Tempo auffangen.

Und: Je größer und schwerer das Auto, desto stärker wirkt der Effekt. Was beim Kleinwagen spürbar ist, fällt beim SUV noch deutlicher ins Gewicht.

Neben dem Tempo spielen auch gleichmäßiges Fahren, vorausschauendes Bremsen und der richtige Reifendruck eine Rolle. Sie verändern den Verbrauch weniger stark als die Geschwindigkeit, tragen aber zur Gesamtbilanz bei.

Was sich derzeit ändert, ist weniger der Preis als die Perspektive: Nicht jede Steigerung muss einfach hingenommen werden. Ein Teil lässt sich ausgleichen – durch Tempo, Strecke und Fahrweise.

Weitere Infos:

Der ADAC hat aus aktuellem Anlass eine Liste von Sprit-Einspartipps erstellt.

Vielleicht lohnt es sich jetzt noch mehr, über einen Wechsel nachzudenken? Lesen Sie auch unseren Bericht von der IAA Mobility 2025: Die ersten der dort präsentierten E-Autos sollen zeitnah in Serie auf den Markt kommen.

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