Donnerstag, 19. Februar 2026
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Patek Philippe Rare Handcrafts 2025

Panorama im Maßstab der Geduld

Seltene Handwerkskünste haben in der Feinuhrmacherei ihren eigenen Platz. Zur Welt der Rare Handcrafts gehören bei Patek Philippe über 60 spezialisierte Techniken – von den unterschiedlichsten Emaille-Verfahren bis zu Gravuren, Guillochagen und der Marqueterie. Für die Tischuhr Geneva Harbor wurden mehr als 2000 Furnierteile und Intarsien zu einem Blick auf die Stadt Genf zusammengesetzt.
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Mit der Tischuhr „Geneva Harbor“ (Referenz 21000M-001) präsentierte Patek Philippe im Uhrenjahr 2025 eine Arbeit, die die Möglichkeiten der Holzmarqueterie auf einer dreidimensionalen Oberfläche auslotet. Die Uhr wurde im April 2025 im Rahmen der „Rare Handcrafts“-Ausstellung in den Genfer Salons vorgestellt, wo insgesamt 78 handwerklich dekorierte Stücke zu sehen waren – begleitet von Vorführungen von Graveuren, Emailleuren und Marqueterie-Handwerkern.

Mehr als 2000 Elemente aus 41 Holzarten

Die Dome Table Clock Geneva Harbor ist die erste ihrer Art, die vollständig mit Holzintarsien verziert ist. Sie rückt den symbolträchtigen Hafen von Genf mit seiner berühmten Wasserfontäne Jet d’eau, dem Leuchtturm und einer der traditionellen Barkassen des Genfer Sees ins Rampenlicht. Die gesamte Ansicht ist in Sepia-Tönen dargestellt, die an historische Postkarten erinnern.

Illustrierte Aufnahme der Patek-Philippe-Dome-Clock „Geneva Harbor“, vollständig in Holzmarqueterie gestaltet. Die Uhr steht vor einer stilisierten Genfer Hafenszenerie mit Jet d’eau, Segelbooten und Möwen; die Kuppel zeigt markante Spaltholz-Buche-Maserung.
Die Dome Table Clock Geneva Harbor aus der Rare-Handcrafts-Kollektion 2025 von Patek Philippe zeigt ein umlaufendes Marqueterie-Panorama von Genf, gefertigt aus 1.991 Furnierteilen und 200 Intarsien aus 41 Holzarten.
Foto: Patek Philippe

Um dieses Panorama in all seinen Details wiederzugeben, wie beispielsweise die Lichtreflexe auf dem Wasser, die Transparenz der Segel und den Flug der Möwen im Vordergrund, schnitt der Intarsienkünstler nicht weniger als 1.991 Furnierteile und 200 winzige Einlegearbeiten aus und setzte sie zusammen, wobei er insgesamt 41 Holzarten mit unterschiedlichen Farben, Strukturen und Maserungen verwendete. Während die Intarsienarbeit durch die gewölbten Oberflächen der Uhr erheblich erschwert wurde, wurde die natürliche Maserung des Holzes genutzt, um die Formen der Wolken zu gestalten. Die Kuppel ist aus Spaltholz-Buche gedrechselt.

Ein Stundenring aus braunem Lack präsentiert polierte, aufgesetzte römische Ziffern und blattförmige Zeiger, alle in Roségold.

Marqueterie als seltenes Uhrendekor

Die Marqueterie, die für diese Uhr angewendet wurde, basiert auf einer Technik, die in der Uhrenherstellung vergleichsweise jung ist. Erst 2008 stellte Patek Philippe seinen ersten Zeitmesser mit dieser Dekoration vor – angeregt durch das handwerkliche Können seiner Marqueterie-Spezialisten, die zunächst eine Holzschatulle für einen Kunden gefertigt hatten. Die Miniaturisierung des Verfahrens gelang damals auf einem Taschenuhr-Zifferblatt und führte zwei Jahre später zu einer Armbanduhr.

Marqueterie gilt aufgrund des detailreichen Schneidens, Setzens und Veredelns winzigster Holzelemente als stark arbeitsintensive Technik, deren Beherrschung Jahre bis Jahrzehnte Erfahrung verlangt. Entsprechend gering ist die Zahl der Fachleute, die sie auf dem für die Uhrmacherei erforderlichen Niveau ausführen können.

Mechanisches Werk mit elektrischem Aufzug

Im Inneren der Tischuhr arbeitet das Kaliber 17’’’ PEND, ein mechanisches Pendelwerk, das von einem Elektromotor aufgezogen wird.

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