Foto: Zenith
Architektur am Handgelenk
Die Sichtbarkeit von Konstruktion hat in der Architektur eine lange Tradition. Viele Details beruhen dort auf statischen Zusammenhängen: Strebebögen leiten Kräfte nach außen, Rippen stabilisieren Gewölbe, Pfeiler nehmen Lasten auf und führen sie ab. Tragwerk und Dekoration ergeben zusammen spektakuläre Bauwerke.
Skelettierte Uhren entstanden ebenfalls vor langer Zeit, um ihre mechanische Ausführung und die Handwerkskunst des Uhrmachers sichtbar zu machen. Brücken, Platinen und Durchbrüche übernehmen dabei eine doppelte Funktion. Sie tragen die Mechanik und strukturieren zugleich die Anzeige.

Die Armbanduhr Defy Skyline Skeleton von Zenith legt ihr Werk nahezu vollständig frei. Sie orientiert sich an modernen Stadtlandschaften, in denen Strukturen und Licht in einem fortlaufenden Wechsel stehen. Brücken, Träger und Ebenen strukturieren das Zifferblatt wie ein Grundriss. Beim neuen Tourbillon-Modell wird diese Offenheit noch gesteigert: Ohne klassisches Zifferblatt wird die Konstruktion selbst zur Anzeige.

Defy Skyline Skeleton
Die Defy Skyline Skeleton ist mit dem automatischen Kaliber El Primero 3620 SK ausgestattet. Das Werk arbeitet mit einer Frequenz von 36.000 Halbschwingungen pro Stunde (5 Hz) und bietet eine Gangreserve von rund 55 Stunden. Stunden und Minuten werden zentral angezeigt, ergänzt um einen 1/10-Sekunden-Zähler bei sechs Uhr, dessen Zeiger alle zehn Sekunden eine vollständige Umdrehung vollführt.
Das Zifferblatt entfällt zugunsten einer offenen Struktur, die Gestaltung greift die Form des vierzackigen Zenith-Sterns auf. Brücken und Durchbrüche geben den Blick auf das Uhrwerk frei, ohne die Ablesbarkeit aufzugeben. In dieser Ausführung kombiniert die Uhr ein Gehäuse aus schwarzer Keramik mit einem goldfarben veredelten Uhrwerk.
Das Gehäuse misst 41 Millimeter im Durchmesser und besteht in dieser Ausführung aus schwarzer Keramik. Lünette und Mittelteil sind facettiert, die Oberflächen wechseln zwischen satiniert und poliert. Die verschraubte Krone und eine Wasserdichtigkeit von 10 bar betonnen den sportlichen Charakter der Konstruktion.
Die Uhr wird an einem integrierten Keramikarmband getragen. Alternativ steht ein schwarzes Kautschukarmband zur Verfügung. Beide lassen sich über ein werkzeugloses Schnellwechselsystem austauschen. Der Preis liegt bei 19.100 Euro.

Defy Skyline Tourbillon Skeleton
Die Tourbillon-Variante verwendet das Kaliber El Primero 3630 SK. Auch dieses Werk arbeitet mit 5 Hz und verfügt über eine Gangreserve von rund 50 Stunden. Die Anzeige beschränkt sich auf Stunden und Minuten. Das Tourbillon bei sechs Uhr vollzieht eine Umdrehung pro Minute.
Der 1/10-Sekunden-Zähler wird direkt von der Hemmung angetrieben und läuft konstant, unabhängig von einer Stoppfunktion. Der Zeiger vollführt dabei alle zehn Sekunden eine vollständige Umdrehung.
Ein klassisches Zifferblatt ist nicht vorhanden. Die Anzeige wird über einen peripheren Ring mit Stundenindizes definiert, während das Werk selbst die gesamte Fläche einnimmt. Die Konstruktion ist zweifarbig ausgeführt: eine blaue PVD-Beschichtung kombiniert mit rhodinierten, abgeschrägten Kanten.
Zwei Brücken bei etwa 10 und 2 Uhr strukturieren die Konstruktion. Ihre zweistufige Geometrie erzeugt unterschiedliche Ebenen. Die Form des Zenith-Sterns ist in die Gestaltung des Werks integriert, dessen Zentrum die Tourbillonöffnung bei sechs Uhr bildet.
Das Gehäuse besteht aus Roségold und misst ebenfalls 41 Millimeter. Die Oberflächen sind satiniert und poliert, wodurch die Geometrie zusätzlich betont wird. Die Uhr ist bis 10 bar wasserdicht und wird an einem integrierten Roségoldarmband getragen. Alternativ ist ein blaues Kautschukarmband erhältlich.
Die Auflage ist auf 50 Exemplare limitiert. Der Preis beträgt 102.800 Euro.

Über Zenith
Die Uhrenmarke Zenith wurde 1865 im Schweizer Le Locle gegründet und gehört zu den Uhrenherstellern mit vertikal integrierter Produktion. Konstruktion, Fertigung und Montage erfolgen innerhalb der eigenen Manufaktur.
Ein zentraler Bezugspunkt in der Geschichte der Marke ist das 1969 vorgestellte Kaliber El Primero. Es zählt zu den ersten automatischen Chronographenwerken und arbeitet mit einer Frequenz von 36.000 Halbschwingungen pro Stunde (5 Hz), wodurch eine Messung bis auf die Zehntelsekunde möglich ist. Das Werk wird bis heute in verschiedenen Varianten weiterentwickelt.
Zenith hat im Laufe seiner Geschichte an vielen Chronometriewettbewerben teilgenommen und dabei eine große Zahl von Auszeichnungen erhalten; insgesamt werden 2.333 Chronometriepreise genannt.
Die aktuellen Kollektionen umfassen unter anderem die Chronomaster-Modelle mit Fokus auf Chronographen, die Defy-Linie mit technisch geprägten Konstruktionen sowie die Pilot-Uhren mit Bezug zur Luftfahrtgeschichte der Marke.
Zenith gehört heute zum französischen Luxusgüterkonzern LVMH.