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Money-Talk mit Bettina Schrenk #2
Folge 2 – Länge: 43 Minuten
Im ersten Teil unseres Money-Talks sprach Investorin Bettina Schrenk über ihren Weg von der Unternehmerin zur Investorin – und über eine Erkenntnis, die zunächst überraschend klingt: Geld kann man lernen.
Im zweiten Teil wird es konkreter. Allerdings anders, als man vielleicht erwartet. Denn bevor es um Aktien, Immobilien oder Renditen geht, spricht Schrenk über etwas, das viele Menschen selten mit Vermögensaufbau verbinden: die eigene Haltung zu Geld.
„Es reicht nicht, nur Know-how über Anlageklassen zu vermitteln“, sagt Schrenk. „Es gibt Themen, die psychologischer Natur sind.“
Tatsächlich begegnet ihr in ihren Mentorings immer wieder dasselbe Phänomen: Frauen mit sehr unterschiedlichen Lebensläufen und Vermögenssituationen beschäftigen sich oft erstaunlich wenig mit ihrem eigenen Geld. Manche haben geerbtes Vermögen, das seit Jahren unverändert existiert. Andere verlassen sich vollständig auf den Partner. Wieder andere halten sich für finanziell gut informiert – und stellen dennoch fest, dass sie wichtige Fragen nie gestellt haben.
Dabei sei Geld zunächst einmal vollkommen neutral, sagt Schrenk. Entscheidend sei nicht, ob Vermögen selbst erarbeitet, geerbt oder auf andere Weise erworben wurde. Entscheidend sei, ob man versteht, was man besitzt und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben.
Ein Begriff, der dabei immer wieder fällt, ist das sogenannte Klumpenrisiko. Gemeint ist die Situation, in der ein großer Teil des Vermögens in nur einer Anlageform steckt – etwa in einer einzelnen Immobilie, einer Aktie oder sogar ausschließlich auf dem Konto. Aus Sicht von Investorinnen und Investoren gilt genau das als Risiko. Diversifikation lautet die Gegenstrategie.
Doch Schrenk beschäftigt sich nicht nur mit Anlagestrategien. Immer wieder spricht sie über finanzielle Selbstbestimmung. Besonders nachdenklich macht sie ein Satz, den sie häufig hört: „Darum kümmert sich mein Mann.“
Ihre Gegenfrage lautet dann meist: „Und wissen Sie, was er genau macht?“
Es geht dabei nicht um Misstrauen. Es geht um Verantwortung. Wer die eigenen Finanzen vollständig an andere delegiert, schafft eine Abhängigkeit – selbst dann, wenn diese Beziehung heute stabil und vertrauensvoll erscheint.
Besonders eindrücklich wird das Gespräch, als es um Immobilien geht. Schrenk empfiehlt nicht pauschal den Immobilienkauf. Sie empfiehlt etwas viel Einfacheres: rechnen.
Eine der wichtigsten Botschaften unseres Gesprächs: Vermögensaufbau beginnt nicht mit einem Depot und nicht mit einer Immobilie. Er beginnt mit der Bereitschaft, sich überhaupt mit dem Thema zu beschäftigen.
Mehr Informationen über Bettina Schrenk:
https://bettina-schrenk.de
Buchvorschau „Nimm den Kuchen, nicht die Krümel:
https://www.vahlen.de/schrenk-nimm-kuchen-kruemel/product/40847636
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