Sonntag, 7. Juni 2026
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Magazin für modernes Leben
Zwei Frauen entspannen an einem Sandstrand unter einem weißen Sonnenschirm. Im Hintergrund erstrecken sich Meer, Küstenlinie und blauer Himmel. Foto: Mathieu Hemon für Mymarini
Bademode 2026

Dem Meer zuliebe

Das Meer gibt zurück, was wir ihm gegeben haben. Diese Bademode auch. Der Sommer kann kommen.
Foto: Mathieu Hemon für Mymarini

Bademode muss viel aushalten: Sonne, Salz, Chlor und unzählige Sprünge ins Wasser. Lange galt das als Argument für immer neue Kunstfasern. Heute suchen vor allem junge Labels nach besseren Lösungen. Ein Blick auf sechs Marken, die zeigen, was bereits möglich ist.

Anekdot: Upcycling in Handarbeit

Das Berliner Label Anekdot wurde 2015 von der schwedischen Designerin Sofie Andersson gegründet. Handgemacht in Berlin oder einem nahegelegenen polnischen Betrieb, setzt die Marke konsequent auf Upcycling: überschüssige Deadstock-Stoffe aus der Modeindustrie werden zu neuen Stücken verarbeitet, ergänzt durch Econyl-Garn aus recycelten Fischernetzen und Industrieabfällen. Designtechnisch verbindet Anekdot klare, feminine Schnitte mit einer sorgfältig kuratierten Farbpalette.

Frau trägt bordeauxroten Bikini von Anekdot mit Triangel-Top und hoch geschnittenem Slip vor einer Felswand
Bikini-Top „Versatile“ und Bikinihose „Skyline Slim“ von Anekdot in Merlot. Das Top lässt sich als Bandeau, Triangel oder Wrap-Top tragen, die dekorativen Bänder sind abnehmbar. Gefertigt aus Econyl-Garn (78 Prozent) und Elasthan (22 Prozent). Econyl ist ein regeneriertes Nylon, das unter anderem aus alten Fischernetzen und anderen Kunststoffabfällen gewonnen wird. Erhältlich in sieben Farbvarianten. Top 80 Euro, Slip 75 Euro.Foto-(Film)-Credit: Foto: Anekdot
Frau trägt schwarzen Bikini von Anekdot mit Wickel-Top und hoch geschnittenem Slip an einem Pool
Bikini-Set „Lin + Skyline High“ von Anekdot in Schwarz. Das Wickel-Top mit verstellbaren Spaghettiträgern kann klassisch gewickelt oder vorn gedreht getragen und vorn oder hinten gebunden werden. Der Slip ist hoch geschnitten. Beides gefertigt aus Econyl-Garn (78 Prozent) und Elasthan (22 Prozent). Erhältlich in sechs Farbvarianten. Um 200 Euro.Foto: Anekdot
Frau trägt schwarzen Badeanzug von Anekdot mit Cut-outs und seitlicher Schnürung
Badeanzug „Caletta“ von Anekdot in Schwarz. Horizontale Stoffbahnen und seitliche Schnürungen erzeugen eine grafische Cut-out-Optik und ermöglichen eine individuelle Anpassung der Passform. Der Einteiler kann mit Trägern oder als Bandeau getragen werden. Gefertigt aus Econyl-Garn (78 Prozent) und Elasthan (22 Prozent). Econyl ist ein regeneriertes Nylon, das unter anderem aus alten Fischernetzen und anderen Kunststoffabfällen gewonnen wird. Erhältlich in zwei Farbvarianten. Um 170 Euro.Foto: Anekdot
Frau trägt schwarzen Triangel-Bikini von Anekdot mit seitlich gebundener Bikinihose und goldfarbenen Details
Bikini-Top „Chia Triangle“ und Bikinihose „Olbia“ von Anekdot in Schwarz. Das Triangel-Top mit minimaler Bedeckung lässt sich durch Raffungen variieren und wird mit feinen Spaghettiträgern geschlossen. Goldfarbene Details an den Trägern setzen Akzente. Die Bikinihose kann hoch oder tief auf der Hüfte getragen werden, die seitlichen Bänder sorgen für eine individuelle Passform. Gefertigt aus Econyl-Garn (78 Prozent) und Elasthan (22 Prozent). Erhältlich in drei Farbvarianten beim Top und in mindestens fünf Farbvarianten bei der Hose. Top 75 Euro, Hose 70 Euro. Foto: Anekdot

Inaska: Halt für viele Körper

Inaska ist ein Hamburger Bademode- und Sportswear-Label. Für ihre Swim- und Activewear verwendet die Marke vor allem Econyl, ein regeneriertes Nylon aus alten Fischernetzen und Teppichresten, sowie Elasthan für Haltbarkeit und Formstabilität. Bei Futterstoffen kommt unter anderem Q-Nova zum Einsatz, ein regeneriertes Nylon aus Garnresten. Die Bikinis sind fair in Portugal hergestellt.

Besonders stark ist Inaska bei der Passform: Das Sport-Bikini-Oberteil „Wild“ etwa ist in einem eigenen Größensystem bis etwa G-Cup erhältlich, die gesamte Kollektion von Größe 34 bis 46. Inaska trägt Zertifizierungen wie GOTS, Oeko-Tex und PETA-Approved Vegan. Das Label ist außerdem B-Corp-zertifiziert – eine der strengsten Auszeichnungen für sozial und ökologisch verantwortliches Wirtschaften. Designtechnisch setzt Inaska auf sportlich-feminine Schnitte mit kräftigen Farben, die Halt und Komfort ohne sperrige Verschlüsse versprechen.

Frau trägt dunkelblaues Sport-Bikini-Oberteil und lavendelblaue High-Waist-Bikinihose mit dunkelblauem Bund von Inaska am Strand
Sport-Bikini-Oberteil „Wild“ in Dunkelblau und High-Waist-Bikinihose „Feel“ in Lavendelblau und Dunkelblau von Inaska. Das Oberteil verfügt über breite Träger und einen tiefen V-Ausschnitt, die Hose kombiniert einen hohen Bund mit kontrastierendem Farbblock-Design. Das „Wild“-Top bietet starken Halt bis etwa G-Cup und arbeitet mit einem variablen 4-Wege-Rücken, der ohne Knoten und Verschlüsse auskommt. Außenmaterial: 78 Prozent Econyl und 22 Prozent Elasthan, Innenmaterial: 83 Prozent Econyl und 17 Prozent Elasthan. Bikini-Oberteil um 85 Euro, Bikinihose um 70 Euro.Foto: Inaska
Rückenansicht einer Frau mit dunkelblauem Sport-Bikini-Oberteil von Inaska am Strand
Sport-Bikini-Oberteil „Wild“ von Inaska in Dunkelblau. Der variable 4-Wege-Rücken ermöglicht das Verschieben der Träger und sorgt für sicheren Halt bei Schwimmen, Wassersport und Strandaktivitäten. Das Top bietet starken Halt bis etwa G-Cup und kann mit herausnehmbaren Einlagen getragen werden. Außenmaterial: 78 Prozent Econyl und 22 Prozent Elasthan, Innenmaterial: 83 Prozent Econyl und 17 Prozent Elasthan. Erhältlich in diversen Farbvarianten und in den Größen 70A bis 100E. Um 85 Euro.Foto: Inaska
Frau trägt bordeauxfarbenes Bikini-Top und passende High-Waist-Bikinihose von Inaska in einer Dünenlandschaft
Wendbares Bikini-Oberteil „Pure“ und wendbare High-Waist-Bikinihose „Pure“ von Inaska in Beere/Dunkelrot. Beides lässt sich wenden, sodass sich unterschiedliche Farbkombinationen ergeben. Material: 78 Prozent Econyl und 22 Prozent Elasthan. Econyl ist ein regeneriertes Nylon, das unter anderem aus alten Fischernetzen und anderen Kunststoffabfällen gewonnen wird. Erhältlich in zahlreichen Farbvarianten und in den Größen 34 bis 46. Bikini-Oberteil 85 Euro, Bikinihose 69 Euro.Foto: Inaska
Frau von hinten am Strand in gemustertem Badeanzug von Inaska vor türkisblauem Meer
„Limited Edition Classic Cut Badeanzug Pure Petrol Wave“ von Inaska. Der Einteiler kombiniert einen tiefen Rückenausschnitt mit einem integrierten Bustier und einem dreilagig gearbeiteten Brustbereich für zusätzlichen Halt. Außenmaterial: 78 Prozent regeneriertes Polyamid und 22 Prozent Elasthan, Innenmaterial: 83 Prozent regeneriertes Polyamid und 17 Prozent Elasthan. Produziert in Portugal. Erhältlich in den Größen 34 bis 42. Preis: 139 Euro. Inaska ist seit 2023 B-Corp-zertifiziert und setzt auf transparente Lieferketten, langlebige Materialien sowie eine besonders inklusive Größenentwicklung. Foto: Inaska

Lilja the label: Slow Fashion aus Finnland

2016 in Finnland gegründet, verfolgt Lilja the Label einen konsequenten Slow-Fashion-Ansatz. Die Marke entwickelt zeitlose Bademode, die viele Sommer überdauern soll und bewusst unabhängig von kurzlebigen Trends entworfen wird. Die Produktion erfolgt in einer familiengeführten Manufaktur im portugiesischen Guimarães unter fairen und transparenten Bedingungen. Zum Einsatz kommen ausschließlich recycelte Materialien, denen die Marke ein zweites Leben gibt. Statt saisonaler Schnelllebigkeit setzt Lilja the Label auf langlebige Qualität, hohe Verarbeitungsstandards und Designs, die Frauen unterschiedlichster Körperformen begleiten sollen. Die Kollektionen reichen bis Größe 3XL und verbinden nordisches Design mit einem klaren Nachhaltigkeitsanspruch.

Frau in bordeauxrotem Badeanzug steht vor Felsen am Meer und hält eine Mango in der Hand
Der Badeanzug „Bordeaux Ruched Onepiece“ von Lilja the Label in Bordeaux verfügt über verstellbare Raffungen an den Seiten, die Länge und Beinausschnitt individuell anpassbar machen. Das Modell besteht aus 78 Prozent recyceltem Polyamid (Econyl) und 22 Prozent Elasthan. Der Stoff stammt aus Bergamo in Italien, gefertigt wird der Badeanzug in 4 Farben in Guimarães in Portugal. Um 130 Euro.Foto: Lilja the Label
Zwei Frauen tragen cremefarbene Bikinis mit floralem Muster auf einer Terrasse mit Blick auf eine Bucht
Das Bikini-Set „Flora“ von Lilja the Label kombiniert ein tief ausgeschnittenes Bikini-Oberteil mit einer hoch geschnittenen High-Leg-Hose. Der cremefarbene Stoff ist mit einem feinen floralen Print in Rot, Blau und Rosa versehen. Material aus 78 Prozent Econyl und 22 Prozent Elasthan. Der Stoff stammt aus Bergamo in Italien, gefertigt wird der Badeanzug in Guimarães in Portugal. In den Größen S bis 3XL und in 5 Farben bzw. Designs erhältlich. Bikini-Oberteil „Flora Plunge Top“ um 80 Euro, Bikini-Hose „Flora High-Leg Bottoms“ um 60 Euro. Foto: Lilja the Label
Frau in petrolfarbenem Badeanzug sitzt an einem Ufer-Kai vor blauem Meer und blickt lächelnd in die Ferne
Badeanzug „Teal Arc Onepiece“ von Lilja the Label in Petrol mit tiefem Ausschnitt am Dekolleté. Seitliche Bindebänder im Rücken ermöglichen eine individuelle Passform. Material aus 78 Prozent Econyl und 22 Prozent Elasthan. Der Stoff stammt aus Bergamo in Italien, gefertigt wird der Badeanzug in Guimarães in Portugal. In den Größen S bis 2XL und in 3 Farben bzw. Designs erhältlicht. Preis: um 130 Euro. Foto: Lilja the Label

Mymarini: Hamburger Pionierin für nachhaltige Bademode

Seit 2013 verbindet das Hamburger Label Mymarini anspruchsvolles Design mit einem konsequent nachhaltigen Ansatz. Gründerin Mareen Albright entwickelt ihre Kollektionen in Hamburg, gefertigt wird ausschließlich in Europa unter fairen Bedingungen. Zum Einsatz kommt überwiegend die regenerierte Nylonfaser Econyl, die aus Nylonabfällen gewonnen wird. Die doppellagigen Stoffe bieten UV-Schutz mit UPF 50+ und sind auf eine lange Lebensdauer ausgelegt. Seit 2025 ist Mymarini B-Corp-zertifiziert.

Frau im hellblauen Badeanzug mit Schleifendetails auf den Schultern sitzt am Beckenrand in einer mediterranen Gartenanlage
Influencerin Lynn Hoefer trägt den Badeanzug „Bow Body“ aus der Capsule Collection „Summer Bows“, die sie gemeinsam mit Mymarini-Gründerin Mareen Albright entwickelt hat. Charakteristisch sind die Schleifendetails an den Schultern, die sich individuell anpassen lassen. Der Badeanzug besteht aus einem weichen, fein gerippten Stoff aus Econyl und wird unter fairen Bedingungen in Kroatien gefertigt. Er ist in den Farben Pool und Sorbet erhältlich und kostet 210 Euro.Foto: Mymarini
Frau lehnt sich an eine Liege am Strand und trägt einen blau gestreiften Bandeau-Bikini mit hoch geschnittener Shorts.
Das Bikini-Set „Ruffled Bandeau Top“ und „Ruffled Highwaist Shorts“ von Mymarini kombiniert einen gerafften Bandeau-Schnitt mit einer hoch geschnittenen Bikinihose im Streifenmuster „Cave Stripe“. Die Modelle bestehen aus Econyl, einem regenerierten Nylon aus recycelten Materialien, und werden unter fairen Bedingungen in Europa gefertigt. Die komplette Lieferkette ist auf der Website von Mymarini rückverfolgbar. Das Top kostet um 95 Euro, die Shorts um 110 Euro.Foto: Mathieu Hemon / Mymarini
Frau sitzt auf einer Natursteinmauer am Strand und trägt einen Badeanzug im roten Vichy-Karo mit Cut-out unter der Brust
Der Badeanzug „Ruffled Body 26“ von Mymarini interpretiert das klassische Vichy-Karo neu. Raffungen im Brustbereich, ein Cut-out unter dem Dekolleté und die hoch geschnittene Beinform verleihen dem Modell eine besondere Silhouette. Gefertigt wird das Modell aus Econyl, einem regenerierten Nylon aus recycelten Materialien, und in Europa produziert. Preis: 220 Euro.Foto: Mathieu Hemon / Mymarini

Sea Me Swim: Brasilianische Leichtigkeit, neu gedacht

Während viele nachhaltige Bademodenlabels auf recyceltes Nylon setzen, geht Sea Me Swim einen anderen Weg: Die Modelle werden aus Amni Soul Eco gefertigt – einer Polyamidfaser, die laut Hersteller Solvay innerhalb von etwa fünf Jahren abgebaut werden soll. Herkömmliches Polyamid benötigt nach Angaben des belgischen Chemieunternehmens rund 50 Jahre.

Gegründet wurde Sea Me Swim 2020 von Lucie Daskiewitsch. Der Name der deutschen Marke spielt auf den Satz „See me at the sea“ an und steht für selbstbewusste, feminin geschnittene Bademode mit einem Hauch brasilianischer Leichtigkeit. Die Produktion befindet sich ausschließlich in Brasilien. Charakteristisch sind präzise Passformen, doppellagige Verarbeitung und nahtarme Silhouetten, die von Shapewear inspiriert sind und die weibliche Figur sanft modellieren. Die Entwürfe verbinden funktionalen Komfort mit einem eleganten, zeitlosen Look – am Strand ebenso wie beim Lunch am Pool oder einem Aperitif in der Abendsonne.

Frau in weißem Badeanzug mit tiefem V-Ausschnitt steht vor einem Pool und hält ein Wasserglas in der Hand
Der Badeanzug „Sardinia“ von Sea Me Swim lässt sich dank integriertem Rock auf zwei Arten tragen: als klassischer Badeanzug oder als kurzes Strandkleid. Gefertigt aus einer Lycra-Mischung mit Amni Soul Eco und UV-Schutz 50+. Entworfen in Deutschland, hergestellt in Brasilien. Um 190 Euro.Foto: Sea Me Swim
Frau in rosafarbenem Badeanzug mit tiefem V-Ausschnitt und schwarzem Gürtel mit großer Blütenapplikation vor architektonischer Kulisse
Der Badeanzug „Cayman Floral 01“ von Sea Me Swim verbindet einen tiefen V-Ausschnitt mit einem hohen Beinausschnitt und weich drapierten Trägern. Blickfang ist der abnehmbare Gürtel aus veganem Leder mit übergroßer Blütenapplikation. Gefertigt aus einer Lycra-Mischung mit Amni Soul Eco, UV-Schutz 50+ und doppellagiger Verarbeitung für eine blickdichte Passform. Entworfen in Deutschland, hergestellt in Brasilien. Um 200 Euro.Foto: Sea Me Swim
Frau in schokoladenbraunem Badeanzug mit tiefem V-Ausschnitt und goldfarbenem Gürtel entspannt auf einem Boot vor glitzerndem Meer
Der Badeanzug „St. Tropez“ von Sea Me Swim setzt auf klare Linien statt auf Muster: Ein tiefer V-Ausschnitt, ein hoher Beinausschnitt und ein goldfarbener Gürtel betonen die Silhouette, während das glatte Material für einen Second-Skin-Effekt sorgt. Gefertigt aus einer Lycra-Mischung mit Amni Soul Eco, UV-Schutz 50+ und doppellagiger Verarbeitung für eine blickdichte Passform. Entworfen in Deutschland, hergestellt in Brasilien. Um 200 Euro. Foto: Sea Me Swim

Vilebrequin:

1971 in Saint-Tropez gegründet, zählt Vilebrequin zu den Pionieren luxuriöser Bademode. Berühmt ist die Marke für ihre farbenfrohen Badehosen, die das entspannte Lebensgefühl der Côte d’Azur verkörpern.

Vilebrequin verwendet für zahlreiche Swimwear-Modelle recyceltes Polyamid und baut den Anteil verantwortungsvoller Materialien kontinuierlich aus. Neben Econyl kommen unter anderem recycelter Polyester und sogennnte Seaqual-Garne aus gesammeltem Meeresmüll zum Einsatz.

Frau trägt ein schwarzes langärmliges Rashguard-Top mit Blasenmuster und hoch geschnittene Bikinihose vor dem Meer bei Abendlicht
Sonnenschutz kann auch so aussehen: Das langärmlige Rashguard Crop Top „Bubble 3D” von Vilebrequin wird mit 82 Prozent recyceltem Polyamid gefertigt und schützt Schultern und Arme vor intensiver Sonneneinstrahlung. Kombiniert wird es mit einer hoch geschnittenen Bikinihose aus demselben Material. Rashguard 160 Euro, Bikinihose 120 Euro.Foto: Vilebrequin
Frau in blau-weiß gemustertem Bikini von Vilebrequin entspannt auf einem dunkelblauen Strandtuch am Rand eines Pools mit türkisfarbenem Wasser
Das asymmetrische Bikinioberteil „Coral Reef“ von Vilebrequin wird durch einen Ring in Schildpattoptik gehalten und greift mit seinem blau-weißen Print die Farben tropischer Korallenriffe auf. Die passende Bikinihose nimmt das Design mit gravierten Ringen an den Seiten auf. Beide Teile bestehen aus 82 Prozent recyceltem Polyamid und 18 Prozent Elastan. Oberteil 140 Euro, Hose 120 Euro.Foto: Vilebrequin
Frau am Meer trägt einen marineblauen Bikini mit hohem Bund und feinem Jacquardmuster. Auf dem Kopf trägt sie ein passendes Tuch und eine Sonnenbrille
Vilebrequin interpretiert den klassischen High-Waist-Bikini neu: Das Modell „Turtle Monogram“ kombiniert eine hoch geschnittene Bikinihose mit einem ungefütterten Bügeloberteil, das guten Halt bietet. Das eingewebte Jacquardmuster zeigt das ikonische Schildkröten-Monogramm der Marke Ton in Ton. Gefertigt aus einem Materialmix mit 57 Prozent recyceltem Polyamid, verbindet der Bikini Retro-Anklänge mit moderner Funktionalität. Oberteil 170 Euro, Hose 125 Euro.Foto: Vilebrequin

Verantwortung

Wer sich heute nach nachhaltiger Bademode umsieht, stößt schnell auf Begriffe wie Econyl, recyceltes Polyamid oder recyceltes Polyester. Tatsächlich setzen immer mehr Hersteller auf Fasern, die aus alten Fischernetzen, Teppichen oder Kunststoffabfällen gewonnen werden. Das ist ein Fortschritt, denn jede Tonne recycelten Materials spart neue Rohstoffe und reduziert den Ressourcenverbrauch.

Gelöst ist das Problem damit allerdings noch nicht. Die meisten Badeanzüge und Bikinis bestehen weiterhin aus Kunstfasern – oft kombiniert mit Elastan, damit sie dehnbar, formstabil und langlebig bleiben. Solche Materialmischungen sind später nur schwer wieder zu recyceln. Auch das Thema Mikroplastik verschwindet nicht einfach, nur weil ein Garn aus recyceltem Material hergestellt wurde. Experten weisen deshalb darauf hin, dass Recycling zwar ein wichtiger Schritt ist, aber noch keine Kreislaufwirtschaft schafft.

Und dennoch: auch wer das Meer liebt, wird eher selten nackt hineinspringen. Bis bessere Lösungen verfügbar sind, erscheint deshalb ein pragmatischer Weg sinnvoll: Bademode wählen, die möglichst lange hält, verantwortungsvoller produziert wurde und vorhandene Materialien nutzt, statt immer neue zu erzeugen.

Mehr über die Nachhaltigkeitsbemühungen der Bademodenhersteller lesen Sie auf den Webseiten der jeweiligen Labels.

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Werfen Sie auch einen Blick in unsere Bademode-Specials Lust auf einen Neuen? und Grüner wird das Blau. Viele der gezeigten Modelle stammen ebenfalls von verantwortungsvollen Labels und sind auch in dieser Saison noch erhältlich.

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