Samstag, 29. November 2025
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Magazin für modernes Leben
Querformat mit Werkkomponenten des Polaris Chronograph Ocean Grey und Wasseroptik. Foto: Jaeger-LeCoultre
JAEGER-LECOULTRE POLARIS CHRONOGRAPH OCEAN GREY

Geboren in den Sixties, gebaut für heute

Die neue Polaris Chronograph Ocean Grey knüpft an die Taucheruhren der 1960er-Jahre an – mit einem modernen Zifferblatt, feiner Handarbeit und mechanischer Präzision aus dem Vallée de Joux. Eine Hommage an Funktion und Form vergangener Jahrzehnte.
Foto: Jaeger-LeCoultre

Seit 2018 steht die Polaris-Kollektion von Jaeger-LeCoultre für sportliche Uhren mit klarer Formensprache. Pünktlich zum Sommer erweitert die Schweizer Manufaktur die Reihe um den „Polaris Chronograph Ocean Grey“ – mit einem neuen, aufwendig lackierten Zifferblatt in Ozeangrau.

Darstellung des Polaris Chronograph Ocean Grey mit Lichtreflexen.
Das Ocean-Grey-Zifferblatt changiert je nach Lichteinfall – ein Markenzeichen des Polaris Chronographen.Foto: Jaeger-LeCoultre

Moderne Sportuhr mit historischem Bezug

Die Polaris-Linie von Jaeger-LeCoultre geht auf zwei markante Entwicklungen der Manufaktur zurück. Einerseits auf die Memovox-Modelle mit Weckfunktion, die bereits in den frühen 1950er-Jahren eingeführt wurden. Andererseits auf die sportlichere Polaris-Version, die zwischen 1965 und 1968 entstand.

Diese frühen Polaris-Uhren waren mit zwei Kronen ausgestattet. Zudem verfügten sie über ein patentiertes Dichtungssystem, das die Modelle erstmals wirklich tauchfähig machte. Damit wurde die Memovox-Technik in ein sportliches Format überführt – eine Neuerung für die Zeit.

Vintage-Modelle mit dem charakteristischen Weckmechanismus und den zwei Kronen gelten heute als begehrte Sammlerstücke. Auch das neue Modell greift auf diese Geschichte zurück. Dabei verbindet es sportliche Funktionalität mit der typischen Eleganz der Marke. Das Edelstahlgehäuse misst 42 Millimeter und trägt sich mit einer Höhe von 13,4 Millimetern angenehm und ausgewogen.

Typisch für die Polaris-Reihe sind auch die markanten Linien, die schmale Lünette, die geschwungenen Bandanstöße sowie die Kombination aus gebürsteten und polierten Oberflächen. Die große Krone und die robusten Drücker erinnern an die historischen Modelle und sollen gleichzeitig die Bedienung erleichtern.

Freigestelltes Frontbild des Polaris Chronograph Ocean Grey mit schwarzem Band.
Der Polaris Chronograph Ocean Grey im klassischen Look mit schwarzem Kautschukband.Foto: Jaeger-LeCoultre

Komplexes Zifferblatt in Ozeangrau

Das Zifferblatt des neuen Polaris Chronographen fällt durch seine ozeangraue Lackierung und orangefarbene Akzente ins Auge. Es besteht aus drei Ebenen: einer zentralen Scheibe, einem Stundenring und einem äußeren Ring mit Tachymeterskala. Sonnenschliff, Verlaufseffekte und mehrere Lackschichten erzeugen Tiefe und optische Spannung.

Der Herstellungsprozess ist aufwendig. Zunächst werden Klarlack und mehrere Farbschichten aufgetragen. Eine schwarze Zwischenschicht sorgt für einen abgestuften Verlauf. Danach folgen 30 durchscheinende Lackschichten, die die Tiefe des Zifferblatts betonen.

Ablesbarkeit und Gestaltung im Detail

Der zentrale Sekundenzeiger des Chronographen sorgt für gute Lesbarkeit. Die Anzeige ist symmetrisch gestaltet: Bei 3 Uhr befindet sich der 30-Minuten-Zähler, bei 9 Uhr die kleine Sekunde. Beide Hilfszifferblätter haben eine körnige Oberfläche und heben sich optisch vom Rest ab.

Orangefarbene Details lenken den Blick auf die wichtigsten Anzeigen. Skelettierte Zeiger und trapezförmige Indizes sorgen für klare Ablesbarkeit. Eine Leuchtbeschichtung auf Ziffern, Indizes und Zeigern verbessert die Sicht bei schwachem Licht.

Freigestelltes Frontbild des Polaris Chronograph Ocean Grey mit grauem Canvas-Band.
Eine von zwei Bandoptionen des Polaris Chronograph Ocean Grey: graues Textilband mit Schnellwechselsystem.Foto: Jaeger-LeCoultre

Automatikwerk mit 65 Stunden Gangreserve

Im Inneren der Uhr arbeitet das Automatikkaliber „Jaeger-LeCoultre 761“. Es wurde vollständig in der eigenen Manufaktur entwickelt und gebaut. Die Gangreserve beträgt 65 Stunden. Durch den Saphirglasboden ist das Uhrwerk sichtbar. Details wie gebläute Schrauben, Genfer Streifen und ein skelettierter Rotor mit JL-Motiv zeigen die Veredelung.

Zwei Armbänder für mehr Vielseitigkeit

Die Uhr wird mit zwei Armbändern ausgeliefert. Eines besteht aus strukturiertem schwarzem Kautschuk, das andere aus blaugrauem Stoff. Beide lassen sich wechseln und erlauben damit unterschiedliche Trageoptionen.

Technische Daten auf einen Blick

  • Gehäuse: Edelstahl, 42 mm Durchmesser, 13,39 mm Höhe
  • Kaliber: Automatikwerk Jaeger-LeCoultre 761
  • Funktionen: Stunde, Minute, kleine Sekunde, Chronograph mit 30-Minuten-Zähler, zentrale Sekundenanzeige, Tachymeterskala
  • Gangreserve: 65 Stunden
  • Zifferblatt: Ozeangrau, lackiert
  • Armbänder: Schwarzer Kautschuk, zusätzlich grauer Stoff
  • Wasserdichtigkeit: 10 bar

Was bedeutet eigentlich „10 bar wasserdicht“?

Der Polaris Chronograph Ocean Grey ist bis 10 bar wasserdicht – das entspricht 100 Metern Prüfdruck unter Laborbedingungen. In der Praxis bedeutet das: Die Uhr hält Duschen, Schwimmen und Schnorcheln problemlos stand.

Für ernsthaftes Gerätetauchen oder Sprünge vom 10-Meter-Brett ist sie allerdings nicht gedacht. Denn beim Eintauchen entstehen dynamische Druckspitzen, die deutlich über den geprüften Wert hinausgehen können. Für solche Einsätze braucht es Uhren mit einer Wasserdichtigkeit von mindestens 20 bar (200 Meter).

10 bar ist damit die ideale Balance für Alltag, Freizeit und sportliche Aktivitäten an der Oberfläche – robust, aber nicht überdimensioniert.

Blick auf den Gehäuseboden des Polaris Chronograph Ocean Grey mit Sichtfenster,
Durch den Saphirboden ist das Manufakturkaliber des Polaris Chronograph Ocean Grey vollständig einsehbar – inklusive 1000-Stunden-Testgravur.Foto: Jaeger-LeCoultre

Was ist eine 1000-Stunden-Testgravur?

Die 1000-Stunden-Testgravur bei Jaeger-LeCoultre ist kein klassischer Begriff der Uhrmacherei, sondern bezieht sich auf eine interne Qualitätsprüfung der Manufaktur – den sogenannten „1000 Hours Control“-Test.

Bevor eine Uhr das Werk in Le Sentier verlässt, wird sie dort über 1000 Stunden hinweg auf Herz und Nieren geprüft. Das sind über 41 Tage Dauerbelastung. Dabei wird die Uhr in sechs Positionen und bei verschiedenen Temperaturen getestet – und zwar nicht nur das Werk, sondern die fertig montierte Uhr. Es geht dabei um:

  • Ganggenauigkeit
  • Widerstandsfähigkeit
  • Wasserdichtheit
  • Druck- und Temperaturtoleranz
  • Magnetfeldresistenz
  • Alltagssimulation

Als Sichtbeweis dieser bestandenen Kontrolle wird auf dem Gehäuseboden der Schriftzug „1000 HOURS CONTROL“ eingraviert – bei Modellen mit Sichtboden ist sie auf dem Innenring oder Glasrand zu sehen. So signalisiert Jaeger-LeCoultre dem Käufer: Diese Uhr hat den hauseigenen Härtetest bestanden.

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