Potenzielle Käufer von Haushaltsrobotern
19,9 Millionen Menschen in Deutschland wären bereit, 5.000 Euro oder mehr für einen humanoiden Haushaltsroboter auszugeben. Das entspricht etwa den 28 Prozent der Bevölkerung ab 16 Jahren, die in einer aktuellen repräsentativen Bitkom-Befragung diese Zahlungsbereitschaft angegeben haben. Befragt wurden 1159 Personen ab 16 Jahren im Juni und Juli 2026. Die konkrete Frage lautete: „Wie viel wären Sie maximal bereit, für eine humanoide Haushaltshilfe zu zahlen?“
Noch gibt es solche Alleskönner für den Haushalt nicht zu kaufen. Doch für viele scheint die Vorstellung, dass ein menschenähnlicher Roboter künftig Essen kocht, aufräumt, Wäsche wäscht oder Fenster putzt, längst nicht mehr nach Science-Fiction zu klingen. 42 Prozent erwarten, dass humanoide Haushaltsroboter in einigen Jahren zum Alltag gehören werden.
10.000 Euro wären für viele auch noch ok
Auch bei der Zahlungsbereitschaft geht es teilweise um beträchtliche Summen. 23 Prozent würden zwischen 5.000 und knapp 10.000 Euro für einen solchen Helfer ausgeben, fünf Prozent sogar 10.000 Euro oder mehr. Weitere 15 Prozent könnten sich grundsätzlich vorstellen, für einen humanoiden Haushaltsroboter Geld auszugeben, würden dafür aber weniger als 5.000 Euro zahlen.
„5.000 Euro für ein Gerät, das es noch gar nicht gibt – das ist bemerkenswert“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Das Bild von den angeblich so technikfeindlichen Deutschen trifft zumindest auf die große Gruppe der Roboter-Fans nicht zu.“ Bereits heute nutzen nach einer Bitkom-Untersuchung mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland (52 Prozent) digital vernetzte Smart Home Geräte.
Und weil Zahlen zum Spekulieren einladen: Deutschland zählt rund 41,1 Millionen private Hauptwohnsitzhaushalte. Würde man die 28 Prozent Zahlungsbereitschaft aus der Bitkom-Umfrage einfach einmal auf die Haushalte übertragen und jedem davon genau einen Roboter spendieren, kämen wir auf rund 11,5 Millionen potenzielle Roboterhaushalte. Statistisch ist diese Rechnung natürlich nicht zulässig – die Bitkom-Umfrage befragt Menschen, nicht Haushalte. Als kleines Gedankenspiel zeigt sie aber, welche Dimension ein Markt für die neuen Haushaltshelfer einmal erreichen könnte.
Quelle: Bitkom e. V., repräsentative Befragung von 1159 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, KW 23–28/2026; eigene Hochrechnung auf Basis der Bevölkerungs- und Haushaltszahlen des Statistischen Bundesamtes.