Foto: IWC
Monochromie durch und durch
Manche Uhren verändern sich kaum, und genau das macht ihre Stärke aus. Die Portugieser Chronograph von IWC gehört seit 1998 zu diesen konstanten Modellen. Die klare Zifferblattgestaltung mit vertikal angeordneten Totalisatoren und feiner Minuterie ist über Jahrzehnte nahezu unverändert geblieben. Variiert wurden Farben und Metalle. Das Prinzip blieb.

Mit der Referenz IW371631 verschiebt sich nun der Schwerpunkt. Nicht das Layout verändert sich, sondern das Material. Das 41 Millimeter große Gehäuse besteht vollständig aus Ceratanium, einer von IWC entwickelten Titanlegierung, die im eigenen Haus zur Serienreife gebracht wurde. Auch Krone und Drücker sind daraus gefertigt.
Die Farbe Schwarz als Materialeigenschaft
Das Schwarz entsteht dabei nicht durch eine Beschichtung. Es ist Ergebnis eines thermischen Prozesses, bei dem die Legierung unter hohen Temperaturen behandelt wird. Die dunkle Oberfläche ist strukturelle Eigenschaft des Materials selbst. Das verleiht der Uhr eine andere Präsenz als lackierte oder beschichtete Varianten.

Optisch wirkt die Portugieser dadurch konzentrierter. Zifferblatt, Appliken und Zeiger sind schwarz gehalten. Kontraste entstehen vor allem durch Licht. Die bekannten arabischen Ziffern treten zurück, bleiben jedoch klar ablesbar. Das klassische Layout mit kleiner Sekunde und 30-Minuten-Zähler bleibt unverändert.
Im Inneren arbeitet weiterhin das Manufakturkaliber 69355. Es ist das etablierte Chronographenwerk dieser Linie und durch den Saphirglasboden sichtbar. Die Technik bildet das Fundament, rückt aber nicht in den Vordergrund.
Die Architektur der Portugieser bleibt unangetastet. Die Veränderung liegt im Werkstoff. Damit verschiebt sich die Differenzierung innerhalb der Linie vom Zifferblatt zur Materialität des Gehäuses.
Die Edition ist auf 1.500 Exemplare limitiert. Der Preis beträgt 15.000 Euro.

Über Ceratanium
Ceratanium wurde von IWC über mehrere Jahre hinweg entwickelt und 2017 erstmals in einem Serienmodell eingesetzt – damals in einer limitierten Aquatimer zum 50-jährigen Bestehen der Linie.
Das Material basiert auf einer speziellen Titanlegierung. In einem thermischen Verfahren wird das geformte Bauteil unter hohen Temperaturen behandelt. Dabei verändert sich die Oberfläche dauerhaft und erhält ihre dunkle, keramisch wirkende Struktur. Die Färbung ist kein Überzug, sondern entsteht aus dem Werkstoff selbst.
Technisch verbindet Ceratanium Eigenschaften von Titan und Keramik. Es ist vergleichsweise leicht und bruchfest, zugleich jedoch oberflächenhart und kratzresistent. Hinzu kommen eine hohe Korrosionsbeständigkeit und Hautverträglichkeit.
Seit der Einführung wird Ceratanium in ausgewählten Modellen eingesetzt. Mit der neuen Portugieser Chronograph erscheint das Material nun erstmals in dieser Linie.

Nachhaltigkeit bei IWC
IWC Schaffhausen veröffentlicht seit 2018 alle zwei Jahre einen Nachhaltigkeitsbericht nach den global anerkannten Standards der Global Reporting Initiative (GRI) und misst so erstmals systematisch und vergleichbar seine Umwelt- und Sozialleistung. Unter anderem hat die Marke bereits früh konkrete Ziele definiert und in Teilbereichen erreicht: So wurden gegenüber früheren Berichtszeiträumen die Treibhausgasemissionen um rund 10 Prozent reduziert und das Gewicht sowie Volumen der Verpackungen um etwa 30 Prozent verringert. Gleichzeitig hat IWC mehrfach die Responsible Jewellery Council-Code-of-Practices-Zertifizierung erneuert, die Lieferketten und verantwortliche Beschaffungsprozesse prüft, und gilt damit in der Schweizer Luxusuhrenindustrie als einer der ersten Akteure mit dieser externen Bestätigung.
Die Manufaktur in Schaffhausen bezieht 97 Prozent ihrer Direktenergie aus erneuerbaren Quellen und nutzt für Heizung und Kühlung ein hybrides System aus Grundwasser und Biogas, wobei rund 90 Prozent des Biogases aus der EU stammt. Der Umgang mit Wasser ist zirkulär: Entnommenes Grundwasser wird in gleicher Menge wieder in lokale Gewässer zurückgeführt, und Regenwasser wird gesammelt und genutzt. In der Fertigung werden Metallabfälle (Messing, Stahl, Titan) gezielt recycelt, Goldreste an Lieferanten retourniert und Ceratanium-Abfälle thermisch genutzt; alle relevanten Daten werden jährlich durch zertifizierte Entsorgungsunternehmen erfasst und bestätigt.
IWC hat eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, die sich auf acht „Strategische Massnahmen“ stützt. Dazu gehören unter anderem das Verständnis und die Reduktion der Umweltauswirkungen von Materialien und Produkten, die Verringerung von Treibhausgasemissionen entlang der Produktionsstätten und Lieferketten, die Erhöhung von Transparenz und Verantwortung in der Beschaffung sowie die Einbindung von Biodiversität und Naturschutz in operative Prozesse. Parallel dazu engagiert sich IWC sozial, unter anderem durch die Unterstützung globaler Programme wie der Laureus Sport for Good Foundation, die 2022 über 244.000 Kinder und Jugendliche in über 40 Ländern erreichten.